Zum Inhalt springen
Startseite » News » Der CAURUS-Sensor besteht Feuertaufe in Norwegen mit Bravour 

Der CAURUS-Sensor besteht Feuertaufe in Norwegen mit Bravour 

Am 26. August 2026 hob in Norwegen das innovative Sensorsystem von CAURUS Technologies für digital gesteuerte, luftgestützte Waldbrandbekämpfung zu seinem ersten echten luftgestützten Löscheinsatz ab. In der Erprobung durch dem norwegischen Hubschrauberbetreiber Arctic Aviation meisterte der Sensor auch seinen ersten realen Löschflug über norwegischen Wäldern. Er lieferte georeferenzierte Klar- und Wärmebilder der Wasserabwürfe über dem Feuer, verfolgte die Abwurfstelle, maß die bedeckte Wasserfläche sowie andere digitale Parameter. 

Arctic Aviation liefert für die norwegische Behörde für Zivilschutz im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung Leistungen im Bereich der luftgestützten Waldbrandbekämpfung. Angesichts der Weite der norwegischen Wälder und des eingeschränkten Bodenzugangs in dünn besiedelten Gebieten wandte sich Thorsten Habla-Foss, NP-Flight Operation von Arctic Aviation, mit einem besonderen Anliegen an CAURUS Technologies:

„Mit 22 Hubschraubern und Stützpunkten in ganz Norwegen können wir Brände schnell erreichen. Allerdings brennen die Feuer in sehr abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten. Deshalb brauchten wir ein System, das zuverlässig Lageerkenntnisse über das Gelände, das Feuer und den Wasserabwurf aus weiter Entfernung direkt in die Leitstelle liefert. Der Sensor von CAURUS Technologies verschaffte uns eine neuartige digitale Sicht auf die Brandsituation und die Wirkung des Wasserabwurfs. Anhand dieser Daten können wir bessere Planungsentscheidungen treffen.“ 

Ein Meilenstein für CAURUS Technologies

Das Unternehmen testete die Sensorfunktionen bereits seit Ende Juli in Norwegen, bevor der Sensor seine Feuertaufe bestand. Direkt unter dem Hubschrauber gehängt, nahm er Bilder vom Befüllen des Löschbehälters aus offenem Gewässer, von Rauchschichten, Wasserabwürfen und vor allem Wärmebilder des Feuers unterhalb des Rauchs auf. Philippe Telle, Geschäftsführer von CAURUS Technologies, bezeichnet den ersten Flug über das Feuer als vollen Erfolg:

„Wir haben einen weiteren Meilenstein erreicht. Wir können deutlich erkennen, wie schwierig es ist, den Brandherd am Boden durch den Rauch auszumachen. Mit georeferenzierten Wärmebildern, die das Feuer unter dem Rauch sichtbar machen, lässt sich daher leichter feststellen, ob das Wasser die Flammen erfolgreich getroffen und das Feuer ausreichend eingedämmt oder gelöscht hat.“

Die neuen Daten werden künftig in die Software für eine Abwurfprognose einfließen, die CAURUS Technologies gemeinsam mit dem Fraunhofer ITWM entwickelt. 

Testflüge in verschiedensten Klimazonen

Der Sensor wurde bereits in über drei Dutzend Testflügen in fünf Ländern eingesetzt. Dass sein erster echter Einsatz bei einem Waldbrand in Norwegen stattfand, kam unerwartet. Dies verdeutlicht jedoch, dass großflächige Waldbrände heute nicht mehr nur den heißen und trockenen Süden betreffen, sondern zunehmend auch Wälder in Ländern mit feuchterem Klima und kühleren Temperaturen. 

CAURUS Technologies wird weiterhin mit Arctic Aviation zusammenarbeiten, um die Sensorplattform an die Anforderungen in Norwegen und darüber hinaus anzupassen und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, diese Daten und Erkenntnisse für Einsätze künftig regelmäßiger zur Verfügung zu stellen.